StartEuropaparlamentDie "Küstengang": Für die Interessen der norddeutschen Küstenländer

Die "Küstengang": Für die Interessen der norddeutschen Küstenländer

Die SPD-Küstengang im Europäischen Parlament ist die Vereinigung der norddeutschen SPD-Europaabgeordneten aus den fünf deutschen Küstenländern und wurde auf Initiative des ostfriesischen Europaabgeordneten Matthias Groote im Frühjahr 2006 ins Leben gerufen. Ein besonderes Schwerpunktthema stellte damals das "Grünbuch zur europäischen Meerespolitik" der Kommission vom 07. Juni 2006 dar, welches die Grundlage für eine zukünftige gemeinsame europäische Meerespolitik bilden soll. Matthias Groote wurde seinerzeit zum "Lotsen" der Küstengang gewählt. In dieser Funktion folgte ihm im September 2011 der Hamburger SPD-Europaabgeordnete Knut Fleckenstein nach. Die SPD-Küstengang versteht sich als Moderator für den maritimen Standort Deutschland auf europäischer Ebene.

Als Vorbild der historischen Neugründung einer europäischen Küstengang dient die Küstengang der SPD-Bundestagsfraktion, welche schon seit Jahren einen wertvollen Beitrag für die Vertretung der maritimen Interessen in der Bundespolitik leistet und längst zu einer festen Institution geworden ist. Nach dem bundesdeutschen Vorbild möchten sich auch die europäischen Küstengangmitglieder stärker vernetzen und mit einer Stimme sprechen, wenn es um die Interessen der maritimen Wirtschaft in Deutschland und damit um zukunftssichere Arbeitsplätze geht. Ziel der sozialdemokratischen Europaabgeordneten ist es, das große Know-how und die hohe Leistungskraft der maritimen Wirtschaft in Deutschland stärker als bisher in europäische Konzepte und Projekte einzubringen.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der SPD-Küstengang ist der maritime Beschäftigungssektor. Trotz exzellenter Zukunftsprognosen und einem starken Wachstum in der maritimen Wirtschaft herrscht in Deutschland ähnlich wie in anderen EU-Mitgliedstaaten akuter Fachkräftemangel. Die Mitglieder der Küstengang wollen sich aus diesem Grunde verstärkt dafür einsetzen, besonders die Ausbildung in maritimen Berufen für Jugendliche attraktiver zu gestalten.

In der Europäischen Union haben 20 Mitgliedstaaten Zugang zum Meer und bilden insgesamt eine europäische Küstenlänge von 68.000 Kilometer, davon entfallen knapp 2.400 Kilometer auf Deutschland. Die maritime Wirtschaft erbringt in der EU 3-5% des Bruttoinlandsprodukts. Allein in Deutschland sind rund 220.000 Menschen in der maritimen Wirtschaft beschäftigt. Schon heute laufen 90% des interkontinentalen Handels über See; der innereuropäische Handel über Meereswege beträgt 43% und nimmt stetig zu.



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